Prothetik - Untere Extremität

Prothetik - Untere Extremität



In unserer Meisterwerkstatt fertigen wir nach den neuesten Standards und Techniken , Prothesen individuell für unsere Patienten und Kunden an.


Fußprothesen (Zehenersatz, Bellmann, Silicon)

Bei Fußpothesen ist es wichtig, dass neben der Funktionalität auch ein kosmetisch möglichst ansprechendes Design erreicht wird. Durch moderne Silicon Prothesen ist es möglich, fast naturgetreu den Fuß nach zu modellieren.


Unterschenkelprothesen

Unterschenkelprothesen müssen in erster Linie funktionell sein und dem Patienten ermöglichen, seinen normalen Alltag aufrecht zu erhalten. Natürlich spielt auch hier die Kosmetik eine Rolle. Mit kosmetischen Überzügen aus Silicon anfertigen zu lassen, die in Farbe und Beschaffenheit dem gesunden Bein angeglichen werden. Auch ist es möglich mit Speziellen Prothesenfüssen auf individuelle Absatzhöhen einzelner Schuhe einzugehen, so dass vor allem für Frauen der Schuhwechsel nicht mehr zum Problem wird. Das wichtigste ist es, den richtigen Fuß für den jeweiligen Anwender zu finden. Dafür wird die entsprechende Mobilitätsklasse ermittelt und auch die eigenen Bedürfnisse berücksichtig(z.B. Aktivität, Sicherheit, Gewicht, Kosmetik, etc.)



Knieexartikulationsprothesen

Bei Amputationen direkt im Kniegelenk ist die Endbelastbarkeit des Stumpfes ein großer Vorteil. Als Nachteil ist die Kosmetische Versorgung zu nennen (Überlänge Oberschenkel).


Oberschenkelprothesen

Oberschenkel Prothesen müssen in erster Linie das Sicherheitsbedürfnis des Anwenders befriedigen. Dies fängt beim richtigen passgerechten Prothesenschaft an geht beim Kniegelenk weiter und hört beim Fußpassteil auf.



MAS Oberschenkel Schaft

Der MAS Oberschenkelschaft wurde vom mexikanischen Ingenieur und CPO Marlo Ortiz entwickelt. An Verschiedenen Seminaren bei der Firma Össur in Eindhoven und an der Bundesfachschule für Orthopädie-Technik haben wir direkt beim Erfinder Marlo Ortiz die Technik zur Herstellung dieses Prothesenschaftes erlernt und unser Unternehmen zertifiziert. Gegenüber einem herkömmlichen Prothesenschaft bietet der MAS-Schaft dem Anwender deutlich mehr Bewegungsfreiheit.

  • Während der Standphase wirkt der Schaft durch die Konstruktion mit Umfassung des Sitzbeinbogens sowie des Gegenhalts an Trochanter und Adduktoren
  • beckenstabilisierend und vermindert so das seitliche Ausheben des Beckens über den Oberkörper (Trendelenburg)
  • In der Schwungphase ermöglicht die Konstruktion ein freieres Durchschwingen und somit eine verbesserte Steuerung der Prothese
  • Beim Sitzen bietet der MAS-Schaft durch seinen zuschnitt wesentlich mehr Komfort und erzeugt ein geringeres beckenkippendes Moment
  • Optimale kosmetische Anpassung möglich.

Silicon- und Gel Liner

Ein Linerversorgung ist heute schon fast Standard in der Prothesenversorgung. Der Liner funktioniert dabei wie eine Verbindungsschicht zwischen Haut und innerer Schaftwand, die die Stumpfhaut schützt und damit dem Anwender, sowohl im transtibialen als auch transfemoralen Bereich, einen erhöhten Tragekomfort bietet.

Um eine erhöhte Polsterung des Stumpfes, vor allem im geriatrischen Bereich, zu erreichen, werden spezielle Gel-Liner eingesetzt.

Die Art des Liners (Silicon oder Gel) entscheidet sich danach, wie die Stumpfverhältnisse sind und welchen Aktivitätsgrad der Anwender erreicht.

Für Liner Prothesen gibt es Verschiedene Adaptionsmöglichkeiten. So wird im Unterschenkelbereich Hauptsächlich mit Pin Verriegelungssystemen gearbeitet, oder die Prothese mit Unterdruck (Ventil) fixiert. Z.B. Seal-In Liner (Össur), Harmony-System (Otto Bock), LimbLogic (OWW) oder andere Cushion Liner mit Kniekappen.

Eine Besonderheit bietet der Relax Liner (Medi). Er wirkt schmerzlindernd durch die Abschirmung gegen elektromagnetische Einflüsse, durch metallurgisches Gestrick (Umbrellan) in Überzug und Matrix bei Phantomschmerzen, Phantomsensationen und idiopathischen  Stumpfschmerzen.


Bionic Expert Center

Durch spezielle Weiterbildungen sind wir berechtigt, den Titel Bionic Expert Center zu führen. Unter Bionic, versteht man den Versuch mit technischen Produkten, die Natur so gut wie möglich zu imitieren. In der Prothesentechnik ist es somit möglich, Sicherheit, natürliches Gehverhalten auf verschiedenen Untergründen sowie problemloses bewältigen von Treppen und Schrägen zu gewährleisten. >> mehr Informationen


Hüftexartikulationsprothesen

Auch bei Hüftexartikulationsprothesen hat die Sicherheit oberste Priorität. Durch Komfortable Schaftsysteme und neuartige Gelenke ( z.B. HELIX 3D von Otto Bock)
Ist es jedoch heutzutage möglich die Beckenrotation zu kompensieren und ein symetrisches, natürliches und sicheres Gangbild zu erreichen.


Sportprothesen und Prothesentechnik im Behindertensport

Sportprothesen werden speziell für die jeweilige Sportart konstruiert um den jeweiligen Herausforderungen gerecht zu werden. Wichtig ist es die Dynamik der Sportart und die Energie, die vom Athleten aufgebracht wird nicht zu verlieren. Dafür wurden spezielle Prothesenpaßteile entwickelt, welche den verschiedenen Sportarten gerecht werden.
Sprint- oder Langstreckenlauf – Prothesen müßen andere Voraussetzungen erfüllen als Prothesen zum Ski- oder Radfahren.

Bei Skiprothesen steht weniger die Dynamik als die Sicherheit und Stabilität im Vordergrund. Wichtig ist es hier, die angrenzenden Gelenke zu schonen und somit Verletzungen vorzubeugen. Auch ist es wichtig, die für den Skifahrer optimale Position zu berücksichtigen und so ein angenehmes Skierlebnis zu ermöglichen.


Orthoprothese

Orthoprothesen sind eine Mischung aus Orthese und Prothese. Sie werden bei starken Verkürzungen der Extremitäten eingesetzt und versuchen funktionalität und Kosmetik bestmöglich zu vereinen.

Eine spezielle Orthoprothese ist die Borggreve Versorgung (Umkehrplastik).


Kinderprothesen

Bei Kindern werden heute Prothesen gebaut, mit denen sie Hüpfen, Toben und Springen können. Die Passteile sind speziell auf das kindliche Gangbild abgestimmt, damit die alltäglichen Herausforderungen gemeistert werden können und die natürliche Entwicklung gefördert wird.